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Projekt „Sara hat Herz“ in Hannover-Sahlkamp

Völkerverständigung wird im Sahlkamp groß geschrieben

Foto: Simon Slipek

Der Stadtteil Sahlkamp in Hannovers Nordosten ist ein bunter Stadtteil mit vielen Initiativen und engagierten Menschen. Ein Stadtteil mit ganz unterschiedlichen Menschen: Deutsche genauso wie Menschen mit Migrationsgeschichte aus rund 80 verschiedenen Ländern.

Seit März 2019 gibt es im Sahlkamp eine kleine und doch sehr rührige Initiative, die sich ganz praktisch dem großen Thema Völkerverständigung nähert. Diese Initiative unterstützt ehemalige Pflegeeltern und „ihr“ afghanischen Kind, das bereits vor zehn Jahren hier „eine zweite Heimat“ gefunden hat. Eine Heimat auf Zeit. Für die erste lebensnotwendige Herz-Operation, die im Jahr 2009 Ärzte an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) erfolgreich durchführten. Sara hat auch heute hier ihre zweite Heimat. Denn der Kontakt zu ihren Pflegeeltern ist nie abgebrochen.

Jetzt braucht Sara eine weitere Operation am Herzen. Denn nach zehn Jahren ist die damals eingesetzte Herzklappe zu klein. Dafür haben die Pflegeeltern zusammen mit dem SPATS e.V. – SPATS steht für „Solidarisch-Präventiv-Attraktiv-Tatkräftig-Sozial“ – die Spenden-Kampagne “Sara hat Herz“ gestartet.

Sara ist jetzt fast siebzehn Jahre alt und kommt aus Afghanistan. Sie lebt mit ihren Eltern und vier Geschwistern in Kabul. 2009 hat die Hilfsorganisation RobinAid mit ihrem Chef Dr. med. Matthias Angrés Sara für mehrere Monate nach Hannover geholt. In dieser Zeit hat sie als Siebenjährige in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eine neue Herzklappe bekommen. Sara hat in dieser Zeit bei Markus Riedel und Stefanie Riedel in Hannover gewohnt. Mehdi Ostad Hossein und seine Frau Elaheh – sie sind die Inhaberfamilie des Sahlkämper Blumenladens „Blumerie“ – sprechen Saras Sprache: Mehdi und Elaleh sprechen Farsi, Sara spricht Dari – und gegenseitig können sie sich verstehen. Damit haben sie Sara vor zehn Jahren ein großes Stück auf dem Weg zur Genesung geholfen. Und das wollen Mehdi und Elaheh nach Saras Einreise in Deutschland wieder machen. Familie Ostad hat wie Familie Riedel ein wahrlich herzliches Verhältnis zu Sara und ihrer Familie.

Die Spenden-Kampagne “Sara hat Herz“

Der Verein SPATS – SPATS steht für „Solidarisch – Präventiv – Attraktiv – Tatkräftig – Sozial“ – koordiniert die Spendenaktion „Sara hat Herz“. Ein Vereinszweck ist die Förderung der internationalen Gesinnung und des Völkerverständigungsgedankens. Dies wird unter anderem durch die Kooperation mit anderen Initiativen verwirklicht. Die Kooperation erfolgt insbesondere zur Förderung von Aktivitäten im Rahmen der Nachbarschaftshilfe und der internationalen Begegnung.
„Unser Verein unterstützt diese Initiative gern“, erläutert Wolfgang Jarnot, Vorstandsvorsitzender des SPATS-Vereins, „denn wo, wenn nicht im Sahlkamp, kommen Menschen mit so unterschiedlichen Biografien zusammen, um Verständnis für einander zu entwickeln und Verständigung untereinander zu leben.“

Benötigt werden rund 33.000 Euro. Denn so viel wird die Operation an Saras Herz in der MHH kosten. Die Krankenhäuser in Kabul sind auf eine solche Herz-Operation nicht spezialisiert. Saras Gesundheitszustand wird regelmäßig in einer Klinik in Kabul überwacht. Universitäts-Professor Dr. med. Philipp Beerbaum – er ist Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin, Zentrum Kinder- und Jugendmedizin, Zertifiziertes Überregionales EMAH-Zentrum Medizinische Hochschule Hannover – hat die in der MHH aus 2009 vorliegenden Daten und die Untersuchungsergebnisse der Klinik in Kabul bewertet. Er rät zu einer Operation in Deutschland. Professor Dr. Beerbaum hält eine Mitralklappen-Operation ab ungefähr Ende 2019 für angezeigt, vorausgesetzt, die Situation für Sara bleibt so stabil wie im Moment.

Stefanie Riedel erinnert sich, wie sie 2009 zu Saras Pflegemutter wurde: „Als Markus und ich die Anfrage von Dr. med. Matthias Angrés – einem Freud von Markus – bekamen, war das ehrlich gesagt einer der Momente im Leben, wo man nicht lange nachdenkt. Uns war beiden sehr schnell klar, dass wir nur ja sagen konnten.“ Und so wollen Stefanie und Markus erneut Pflegeeltern für Sara sein, wenn sie – hoffentlich in absehbarer Zeit – wieder nach Hannover kommt.

Die kleine Sahlkämper Initiative hat bereits rund 4000 Euro Spenden von Privatpersonen und Firmen erhalten. Bis Ende des Jahres soll die benötigte Gesamtsumme zusammen sein. Erst dann kann Sara nach Deutschland einreisen. „Wir bitten Spenderinnen und Spender, uns finanziell zu unterstützen“, sagt Stefanie Riedel, ehemalige Pflegemutter von Sara, und fügt hinzu: „Jeder Euro hilft. Denn wir wünschen uns nichts mehr, als dass Sara eine neue Herzklappe bekommen und normal weiterleben kann.“

Markus Riedel, der ehemalige Pflegevater von Sara, hat eine Facebook-Seite und einen Blog im Internet eingerichtet: Unter www. facebook.com/SarahatHerz und sara-hat-herz.blogspot.com/2019/06/projekt-sara-hatherz-engagierte.html gibt es Informationen über die Spendenkampagne.

Markus Riedel erläutert: „Wir hoffen, dass viele Menschen die Links teilen, denn wenn sich viele beteiligen, dann kann es bereits in ein paar Monaten so weit sein, dass wir Sara wieder nach Deutschland holen können.“ Saras Mutter Mina und ihr Vater Hamidullah hoffen inständig, dass die Spendenkampagne Erfolg hat. Die Familie hat bereits vor ein paar Monaten ihren Schmuck verkauft und von Freunden Geld geliehen, um mit Sara in eine indische Klinik zu fliegen. Nach einer Woche in Delhi war klar, dass auch die dortige Klinik den Eingriff am Herzen nicht vornehmen kann. Die siebenköpfige Familie von Sara lebt von dem kleinen Einkommen, dass ihr Vater als kleiner Händler verdient. „Damit könnten sie niemals die lebensnotwendige Operation für Sara bezahlen“, erläutert Mehdi Ostad, der mit der Familie fast täglich Kontakt hat. Seine Ehefrau Elaheh ergänzt: „Man kann es sich hier in Deutschland kaum vorstellen, was es bedeutet, wenn ein Kind in Kabul eine solche Operation benötigt. Deshalb hoffen wir, dass viele Menschen verstehen, wenn wir sagen “Sara hat Herz”, und wir hoffen, dass sie uns helfen.“ Vereinsvorsitzender Wolfgang Jar

not betont: „Allen Spenderinnen und Spendern garantieren wir, dass ihre Spenden ausschließlich für dieses Projekt zur Förderung der internationalen Gesinnung und des Völkerverständigungsgedankens genutzt werden. Alle können zusätzlich eine Spendenbescheinigung und Informationen über die weitere Entwicklung des Projekts bekommen.“

Fragen rund um das Projekt „Sara hat Herz“ beantworten Markus Riedel unter Mobil-Telefon 0157-78864492 und Andreas Bodamer-Harig, Projektbeauftragter des SPATS e.V., unter E-Mail harigbod@htp-tel.de und Mobil-Telefon 0163-9777769. Die Vereinsadresse lautet SPATS e.V., Elmstraße 17a, 30657 Hannover.

Die Kontoverbindung lautet:
SPATS e.V., IBAN: DE16 2505 0180 0900 1806 68, Sparkasse Hannover
Bitte im Verwendungsfeld auf dem Überweisungsbeleg notieren: „Projekt Sara hat Herz“.
Bis zu einer Spendenhöhe von 200 Euro reicht zur Vorlage beim Finanzamt der Überweisungsbeleg oder Kontoauszug als Spendennachweis aus. Spender, die trotzdem eine Spendenbescheinigung erhalten möchten, notieren ihren vollständigen Namen und die vollständige Adresse auf der Überweisung. Spender, die mehr als 200 Euro überweisen, erhalten automatisch eine Spendenbescheinigung, vorausgesetzt, der vollständige Namen und die vollständige Adresse sind auf dem Überweisungsbeleg notiert.

Herzliche Grüße
i.A. Andreas Bodamer-Harig

Wolfgang Jarnot ​​Hans-Jürgen Meyer ​​​Kai Marc Depenbrock​
Vorstandsvorsitzender ​​Stellv. Vorstandsvorsitzender​​Kassenwart

Anlagen

Kontoverbindung: SPATS e.V.
Sparkasse Hannover, BLZ 250 501 80, Konto 900180668
IBAN: DE16 2505 0180 0900 1806 68
BIC: SPKHDE2HXXX

 

 

 

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