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Podiumsdiskussion am 10. August 2017 um 18:30 Uhr: Eingliederungsleistungen für Langzeitarbeitslose – fördern oder verwalten?!

Einladung zur Podiumsdiskussion

Donnerstag · 10.08.2017 · 18:30 Uhr
Stadtteiltreff Sahlkamp · Elmstr. 15 · 30657 Hannover

Maßnahmen für Langzeitarbeitslose von Kürzungen betroffen

Koordinationsrunde Sahlkamp lädt zur Podiumsdiskussion in den Stadtteiltreff Sahlkamp
In diesem Jahr gibt es in Hannover bedeutende Einschnitte in der Förderung von Eingliederungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose. Jobcenter, Politiker, Fachleute und Betroffene diskutieren über die aktuellen Folgen für Langzeitarbeitslose und deren Maßnahmeträger auf der Podiumsdiskussion ‚Eingliederungsleistungen für Langzeitarbeitslose – fördern oder verwalten?!
Dazu hat die Koordinationsrunde Sahlkamp, ein stadtteilorientiertes Netzwerk im Sahlkamp, eingeladen.
Von den Bundesfördergeldern im Rahmen des Eingliederungstitels (EGT), die für Eingliederungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose vorgesehen sind, können die Jobcenter Mittel für die eigenen Verwaltungskosten umschichten, um Mieten, Heizkosten und Personalkosten zu decken.
In diesem Jahr kommt es in der Region Hannover durch eine Umschichtung von 23 Mio. € aus dem Fördertopf in den Verwaltungshaushalt des Jobcenters zu einschneidenden Folgen für die arbeitslosen Menschen in und um Hannover. Die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen durch das Angebot der Ein-Euro-Jobs reduziert sich erheblich. Zuschüsse für Vermittlungs- und Bildungsmaßnahmen, Ausbildung oder für den Einstieg in den Beruf sind nahezu eingestellt. Auch die Träger sind von den Kürzungen betroffen. Statt 12 müssen nun 20 arbeitslose Menschen von einer Sozialarbeiterin oder einem Sozialarbeiter betreut werden. Die Maßnahmekostenpauschale für die Teilnehmenden wurde reduziert. Neuanträge für die Förderung sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze für AnleiterInnen von Projekten werden nicht mehr gefördert. Maßnahmen werden grundsätzlich nur noch für ein halbes Jahr statt wie bisher für ein Jahr bewilligt. Für alle Maßnahmeträger bedeutet das ein Verlust der Qualitätsstandards und geringe Planungssicherheit.
Beispielsweise musste der Werkstatt-Treff Mecklenheide e.V., der neben dem im Stadtteil Sahlkamp sehr gut besuchten Sozialkaufhaus „Stöber-Treff Sahlkamp“ noch drei weitere Stöber-Treffs im Stadtgebiet betreibt, sich bereits von vier seiner neun SozialarbeiterInnen trennen. Ihre an die Maßnahmen gebundenen Verträge konnten nicht verlängert werden, da die Kosten vom Jobcenter nicht mehr getragen werden. Mit viel Erfolg beschäftigt der gemeinnützige Träger seit 1984 Langzeitarbeitslose in unterschiedlichen Arbeitsfeldern. Nun drohen diese geschlossen zu werden.

Auf dieser Podiumsdiskussion geht es beispielsweise um Fragen nach einer angemessenen sozialen Teilhabe von 18.000 Langzeitarbeitslosen in der Region Hannover, nach einer kostendeckenden Förderung von Maßnahmen für Langzeitarbeitslose und um die Frage nach einer bedarfsgerechten Ausstattung des Verwaltungshaushaltes der Jobcenter. Gäste auf dem Podium sind Erwin Jordan (Region Hannover), Michael Stier (Jobcenter Region Hannover), Peter Waldburg (AGH-Trägerverbund Region Hannover), Swantje Michaelsen (Bündnis 90/Die Grünen), Ulla Ihnen (FDP), Maximilian Oppelt (CDU), Kerstin Tack (MdB SPD), Hans-Herbert Ullrich (Die Linke), Michael Kranz und Astrid Schubert (Werkstatt-Treff Mecklenheide e. V.). Moderatorin wird die Journalistin Vera König sein.

Die Koordinationsrunde Sahlkamp veranstaltet die Podiumsdiskussion am Donnerstag, 10.08.2017 um 18:30 Uhr im Stadtteiltreff Sahlkamp (Elmstraße 15) in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Niedersachsen e. V., der Landesarmutskonferenz Niedersachsen und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Hannover.

PDF herunterladen: Einladung Podiumsdiskussion 10. August 2017

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